AGB

für Auftraggeber

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN
FÜR AUFTRAGGEBER (DIE „AGB“)

Aktuelle Fassung, gültig seit 01.07.2021

Verbraucherinformation gemäß Verordnung (EU) Nr. 524/2013: Im Rahmen der Verordnung über die Online-Streitbeilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten steht Ihnen unter http://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Online Streitbeilegungsplattform der EU-Kommission zur Verfügung.

1. Allgemeines

1.1. Die FINcredible GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Wien, Österreich, und ist eingetragen im Firmenbuch des Handelsgerichts Wien zu FN 481488 x („FINcredible“). FINcredible betreibt unter fincredible.at („FINcredible Portal“) eine Plattform, um Interessenten eines Produktes oder einer Leistung (der „Interessent“) jeweils im Auftrag von Verkäufern / Anbietern von Produkten oder Leistungen (der „Auftraggeber“, der Auftraggeber und FINcredible gemeinsam die „Vertragsparteien“) eine automatisierte Bewertung der wirtschaftlichen Lage des Interessenten und der Erhebung von Informationen zur Geschäftsabwicklung mit dem Interessenten (der „FINcredible Check“ und ähnliche Produkte sowie deren Bestandteile, die „Bonitätsprüfung“ und „Erhebung von Informationen zur Geschäftsabwicklung“) durchführen zu lassen. Die nachstehenden AGB gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen FINcredible und dem Auftraggeber, der eine automatisierte Bewertung der wirtschaftlichen Lage von Interessenten unter Einsatz des FINcredible Portals in Anspruch nimmt, jeweils in der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses dieser AGB gültigen Fassung.

1.2. FINcredible weist abweichende AGB des Auftraggebers ausdrücklich zurück. Abweichende oder ergänzende AGB des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil dieser AGB, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wurde. Abweichungen von diesen AGB, ergänzende Vereinbarungen, oder allfällige entgegenstehende AGB des Auftraggebers sind nur wirksam, wenn sie von FINcredible schriftlich bestätigt werden.

1.3. Informationen zum Schutz der persönlichen Daten des Auftraggebers und des Interessenten sind in den Datenschutzbestimmungen auf der Website von FINcredible abrufbar.

1.4. Als Auftraggeber kommen sowohl Verbraucher im Sinne des österreichischen Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) als auch Unternehmer im Sinne des österreichischen Unternehmensgesetzbuches (UGB) in Frage.

2. Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

2.1. Leistungsumfang von FINcredible und somit Vertragsinhalt dieser AGB ist die Nutzung des FINcredible Check unter Einsatz des FINcredible Portals gemäß den Bestimmungen dieser AGB. In diesem Zusammenhang werden darüber hinaus alle Produkte oder Leistungen, zu denen der FINcredible Check in Anspruch genommen wird, für den Auftraggeber in einer allgemeinen Übersicht und auf Detailseiten im FINcredible Portal dargestellt und verwaltet.

2.2. Der über Punkt 2.1 hinausgehende Leistungsumfang und zusätzliche Services für den Auftraggeber richten sich nach dem jeweils gewählten Produktpaket aus dem Angebot von FINcredible. Die AGB kommen unter Zugrundelegung der in den aktuellen Preislisten, Prospekten und Geschäftsbriefen dargestellten Pakete, Leistungen und weiteren Angaben zustande. Der Auftraggeber kann bei allen verfügbaren Produkten bzw jedem gewählten Paket seine angebotenen Produkte bzw Leistungen über eine Eingabemaske im FINcredible Portal anlegen, um nachfolgend Bonitätsprüfungen und Erhebungen von Informationen zur Geschäftsabwicklung von Interessenten zu diesen Produkten oder Leistungen über eine Eingabe der Kontaktdaten der Interessenten anfragen. Sofern bei bestimmten Tarifen angegeben, kann der Auftraggeber darüber hinaus über eine technische Schnittstelle (API) seine Produkte oder Leistungen listen, und Bonitätsprüfungen von Interessenten über diese technische Schnittstelle anfragen.

2.3. Die Bonitätsprüfung erfolgt auf Basis von Informationen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Interessenten (die „Bonitätsinformationen“), zum Zweck der Vergabe bzw Verkauf eines Produktes oder Erbringung einer Leistung. Der Auftraggeber stimmt der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage von Interessenten auf Basis der im FINcredible Check, bzw ähnlichen Produkten, verfügbaren Bonitätsinformationen zu und bestimmt diese als Vorgabe für den Inhalt der Bonitätsprüfung.

2.4. Die Ermittlung der Bonitätsinformationen sowie der Informationen zur Geschäftsabwicklung, erfolgt auf Basis der Buchungen auf den, von Interessenten angegebenen, Bankkonten und durch FINcredible durchgeführte Analysen, oder der in der Datenbank der Klarna Bank AB (publ.) gespeicherten, durch FINcredible abrufbaren, Kontodaten und die daraus resultierenden, von Klarna Bank AB (publ.) zur Verfügung gestellten, Wirtschaftsinformationen, sowie den eigenen Angaben des Interessenten. Eine inhaltliche Prüfung der von Klarna Bank AB (publ.) zur Verfügung gestellten Informationen und den eigenen Angaben des Interessenten, insbesondere im Hinblick auf ihre Richtigkeit, Vollständigkeit und Schlüssigkeit, werden von der FINcredible GmbH nicht vorgenommen.

2.5. Der Auftraggeber hat die Möglichkeit, an Interessenten eine Einladung zur Durchführung eines FINcredible Checks zu senden. Die Einladungen werden vom Auftraggeber an die Interessenten per Nachricht (zB E-Mail) über das FINcredible Portal gesendet, oder können direkt durch Einbindung des FINcredible Portals auf der Website des Auftraggebers oder einer anderen verwendeten Software erfolgen.

2.6. Die Kategorisierung der Kontotransaktionsdaten (Name des Empfängers und Auftraggebers der Buchung, IBAN des Empfängers und des Auftraggebers der Buchung, Buchungstext, Transaktionsdatum und Transaktionsbetrag) erfolgt automatisiert auf Basis von Textanalyse und statistischen Verfahren/Mustererkennung anhand der Verwendungszwecke (zB „Einkommen“ oder „Miete“). Die so gewonnenen Datenkategorien werden mittels statistischer Analyse und Aggregation der einzelnen Kategorien analysiert, und daraus Bonitätsinformationen berechnet, und Informationen zur Geschäftsabwicklung [z.B. die letzten 6 Stellen des IBANs] erhoben. Aus den berechneten Bonitätsinformationen werden die Ergebnisse der Bonitätsprüfung (Stammdaten, Angaben des Interessenten über die Finanzsituation, und die Erfüllung von vorgegebenen Bonitätskriterien [ausschließlich Ja/Nein Aussagen, sowie die Gesamtempfehlung [z.B. Wert in Punkten, oder Einteilung in Kategorien]) für eine Beurteilung durch den Auftraggeber abgeleitet. Die Gesamtempfehlung (Score-Modell, z.B. Wert in Punkten, oder Einteilung in Kategorien) gibt eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsauffälligkeit an, indem der Interessent einer Personengruppe mit in der Vergangenheit vergleichbaren Bonitätsinformationen statistisch zugeordnet, und gegenüber anderen Interessenten gereiht wird.

2.7. Eine vom Auftraggeber in Auftrag gegebener FINcredible Check kann nur dann durchgeführt werden, wenn die Interessenten zustimmen und ihre Stammdaten und Kontoinformationen, sowie weitere Daten zur Finanzsituation angeben. Sofern für die Interessenten der vom Auftraggeber in Auftrag gegebene FINcredible Check entgeltlich ist, kann dieser nur dann durchgeführt werden, wenn die Interessenten dieses Entgelt entrichten.

2.8. Das Ergebnis des FINcredible Check wird dem Auftraggeber ausschließlich nach Erteilung der Einwilligung der Interessenten über das FINcredible Portal (entweder direkt auf der Website oder per API [Programmierschnittstelle]) übermittelt.

Falls die geprüften Interessenten einen Kommentar zur Anmerkung oder eine Begründung zum Ergebnis der Bonitätsprüfung angeben möchte, stellt FINcredible es diesen frei, diese Informationenhinzuzufügen, oder selbst direkt Kontakt mit dem Auftraggeber aufzunehmen. Falls es sich aus Sicht der Interessenten beim Ergebnis der Bonitätsprüfung um ein falsches Ergebnis handeln sollte, sind diese durch die Nutzungsbedingungen bzw AGB des FINcredible Checks und ähnlicher Produkte für Interessenten verpflichtet, im Sinne wahrheitsgemäßer Angaben ihrer Daten, das Ergebnis der Bonitätsprüfung gegebenenfalls mit einem Kommentar richtig zu stellen, oder über eine sonstige Kontaktaufnahme den Auftraggeber und FINcredible über einen abweichenden Sachverhalt innerhalb von zwei Werktagen zu informieren. Der Auftraggeber verpflichtet sich, die Kommentare und Kontaktaufnahmen eines Interessenten zu den Ergebnissen der Bonitätsprüfung entsprechend zu berücksichtigen, bspw dies nach Einforderung weiterer Nachweise vom Interessenten zu tun.

2.9. Falls die geprüften Interessenten einen Kommentar zur Anmerkung oder eine Begründung zum Ergebnis der Bonitätsprüfung angeben möchte, stellt FINcredible es diesen frei, diese Informationenhinzuzufügen, oder selbst direkt Kontakt mit dem Auftraggeber aufzunehmen. Falls es sich aus Sicht der Interessenten beim Ergebnis der Bonitätsprüfung um ein falsches Ergebnis handeln sollte, sind diese durch die Nutzungsbedingungen bzw AGB des FINcredible Checks und ähnlicher Produkte für Interessenten verpflichtet, im Sinne wahrheitsgemäßer Angaben ihrer Daten, das Ergebnis der Bonitätsprüfung gegebenenfalls mit einem Kommentar richtig zu stellen, oder über eine sonstige Kontaktaufnahme den Auftraggeber und FINcredible über einen abweichenden Sachverhalt zu informieren. Der Auftraggeber verpflichtet sich, die Kommentare eines Interessenten zu den Ergebnissen der Bonitätsprüfung entsprechend zu berücksichtigen, bspw dies nach Einforderung weiterer Nachweise vom Interessenten zu tun.

2.10. FINcredible behält sich das Recht vor, dem Auftraggeber oder dem Interessenten kein Bonitätsprüfungsergebnis zu übermitteln oder um zusätzliche Auskünfte / einen Kommentar ersuchen, wenn aufgrund nicht eindeutiger, unrichtiger oder unvollständiger Kontotransaktionsdaten, oder aufgrund von Schwierigkeiten bei der Analyse der Kontotransaktionsdaten eine seriöse Bonitätsprüfung nicht möglich ist, oder Bedenken hinsichtlich der Durchführung einer solchen Bonitätsprüfung bestehen. FINcredible wird den Auftraggeber und den Interessenten hierüber informieren.

2.11. FINcredible behält sich das Recht vor, keine Bonitätsprüfung von dem Interessenten durchzuführen, wenn ein Abruf der Kontotransaktionsdaten aufgrund technischer Störungen oder Fehler nicht möglich ist, oder vom Interessenten kein geeignetes Konto für die Bonitätsprüfung angegeben wurde. FINcredible wird den Interessenten hierüber informieren.

2.12. FINcredible ist berechtigt, die Bestimmungen dieser AGB einseitig zu ändern, sofern durch gesetzliche Änderungen auf nationaler oder unionsrechtlicher Ebene – insbesondere Änderungen der europäischen Payment Services Directive 2 und den Umsetzungen in nationales Recht – Präzisierungen oder Änderungen der Bestimmungen dieser AGB notwendig werden bzw sinnvoll erscheinen (zB Anpassungen an den Systemen oder Leistungen von FINcredible, Anpassung des Entgelts aufgrund Veränderung der Einkaufskosten zB durch Abgaben an die Bank, etc). FINcredible wird den Auftraggeber über diese Änderungen schriftlich (per E-Mail oder Brief an die vom Auftraggeber zuletzt bekannt gegebene E-Mail-Adresse bzw Adresse) informieren. Widerspricht der Auftraggeber diesen Änderungen nicht binnen 14 Tagen ab Zugang der Information schriftlich (per E-Mail oder Brief), oder setzt die Nutzung des FINcredible Portals unter den geänderten Bestimmungen weiter fort, gelten die Änderungen als akzeptiert. Sofern der Auftraggeber diese Änderungen nicht akzeptiert, ist FINcredible berechtigt, das Vertragsverhältnis ohne Einhaltung von Kündigungsfristen und -terminen mit sofortiger Wirkung zu kündigen.

2.13. FINcredible behält sich das Recht vor, die Funktionen des FINcredible Portals und den damit zusammenhängenden Systemen und Produkten jederzeit zu ändern oder zu ergänzen, sofern dies zur Aufrechterhaltung des vereinbarten Leistungsumfanges oder der Verbesserung des Leistungsangebotes erforderlich ist.

3. Vertragsabschluss

3.1. Der Vertrag zwischen FINcredible und dem Auftraggeber kommt auf Basis dieser AGB wirksame zustande, wenn der Auftraggeber über das FINcredible Portal eine Registrierung durchführt, im Zuge dieser Registrierung den AGB zustimmt (Zustimmung durch Markierung der Checkbox „Ich akzeptiere die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Datenschutzbestimmungen der FINcredible GmbH.“) und eines der angebotenen Pakete oder sonstigen Angebote auswählt und damit die Leistungen und zu zahlenden Entgelte nach den angeführten Preislisten, Prospekten und sonstige Angaben durch seine Auswahl akzeptiert hat und die Registrierung durch FINcredible abgeschlossen wurde.

3.2. Allfällige Angebote von FINcredible auf Vertragsabschluss sind freibleibend und unverbindlich und stellen lediglich eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung durch den Auftraggeber dar.

4. Rechte und Pflichten des Auftraggebers

4.1. Der Auftraggeber verpflichtet sich, sämtliche Informationen über die im FINcredible Portal eingestellten Produkte oder Leistungen wahrheitsgetreu anzugeben sowie aktuell und vollständig zu halten. Der Auftraggeber hat jederzeit die Möglichkeit, die Informationen zu bearbeiten, zu ersetzen und/oder zu ändern. Für Inhalt und Richtigkeit der Informationen zu einem Produkt bzw einer Leistung ist ausschließlich der Auftraggeber verantwortlich.

4.2. Der Auftraggeber verpflichtet sich, keine Daten im FINcredible Portal einzustellen, deren Inhalte die Rechte Dritter verletzen oder gegen bestehende Gesetze verstoßen.

4.3. Der Auftraggeber ist ausdrücklich nicht berechtigt, Bonitätsprüfungen über Interessenten ohne ein überwiegendes berechtigtes Interesse (z.B. Geschäftsbeziehung) in Auftrag zu geben. Der Auftraggeber ist darüber hinaus nicht berechtigt, das Ergebnis der Bonitätsprüfung zu anderen Zwecken als der Vergabe des eingestellten Produktes bzw Erbringung der eingestellten Leistung, sowie zur Abwicklung der betreffenden Geschäftsbeziehung, zu nutzen.

4.4. Der Auftraggeber verpflichtet sich, die iSd Art 14 DSGVO notwendigen Maßnahmen zur Gewährleistung der Datensicherheit zu treffen und die Grundsätze des Datengeheimnisses iSd Art 15 DSGVO einzuhalten. Die FINcredible GmbH ist berechtigt, vom Kunden eine Darstellung der von ihm getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu verlangen. Falls aufgrund der allein der FINcredible GmbH zustehenden Beurteilung diese Maßnahmen nicht ausreichend sind, die Einhaltung der Bestimmungen der DSGVO zu gewährleisten, kann der Vertrag mit dem Auftraggeber unbeschadet aller weiteren Ansprüche der FINcredible GmbH mit sofortiger Wirkung aufgelöst bzw die Abfragemöglichkeit umgehend unterbunden werden. Der Auftraggeber haftet für etwaige Verletzungen des Datenschutzes und Schäden, die durch ein fehlendes berechtigtes wirtschaftliches Interesse oder einer entsprechenden Vereinbarung zur Durchführung einer Bonitätsprüfung mit dem Interessenten gegenüber FINcredible und den betroffenen Interessenten entstehen.

4.5. Ein Auftraggeber, der Dienstnehmer oder Erfüllungsgehilfen beschäftigt, hat durch entsprechende Maßnahmen sicherzustellen, dass die ihn von Gesetzes wegen oder aufgrund dieser AGB treffenden Verpflichtungen hinsichtlich der Datenweitergabe, dem Zugriffsschutz, der Berechtigung zur Datenabfrage und der Sicherung gegen Nachahmung eingehalten werden. Die entsprechenden Weisungen oder Vereinbarungen gegenüber bzw mit den Dienstnehmern und Erfüllungsgehilfen müssen gegenüber FINcredible nachgewiesen werden können, und der Auftraggeber hat diese laufend zu kontrollieren. Im Anwendungsbereich des Art 15 DSGVO ist auch das Datengeheimnis entsprechend zu überwachen.

4.6. Des Weiteren verpflichtet sich der Auftraggeber nur Produkte bzw Leistungen im FINcredible Portal einzustellen, (a) die sich in seinem Eigentum befinden bzw zu deren Erbringung er imstande ist, (b) für die er einen Vermarktungsauftrag hat oder (c) über welche dem Auftraggeber vom Eigentümer die Verfügungsgewalt erteilt wurde bzw er die Vertretungsbefugnis besitzt.

4.7. Dem Auftraggeber stehen die Ergebnisse der Bonitätsprüfungen der Interessenten, welche für jedes Produkt bzw Leistung des Auftraggebers automatisiert elektronisch protokolliert werden, für jene Zwecke, die im Zusammenhang mit dem angebotenen Produkt bzw der angebotenen Leistung stehen (zB interne Protokollierung oder Nachweis gegenüber Dritten), bis zwölf Wochen ab Bereitstellung der Daten an den Auftraggeber („Löschungszeitpunkt“) über das FINcredible Portal zur Verfügung, es sei denn, FINcredible ist aufgrund einer Verpflichtung gegenüber dem Interessenten – insbesondere aus Gründen des Datenschutzrechts – verpflichtet, die Daten vor Ablauf dieser Frist zu löschen oder dem Auftraggeber nicht weiter zur Verfügung zu stellen.

4.8. Bei einer entsprechenden Vereinbarung mit den Interessenten, oder bei einem berechtigten wirtschaftlichen Interesse des Auftraggebers (zB Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall eines Interessenten bei einer bestehenden Geschäftsbeziehung), kann der Auftraggeber FINcredible über den Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall eines Interessenten informieren Ausschließlich der Auftraggeber ist verpflichtet, die entsprechende Vereinbarung mit dem Interessenten oder sein berechtigtes wirtschaftliches Interesse nachweisen zu können. Der Auftraggeber ist für die angegebenen Daten alleine verantwortlich.

4.9. Sollten auf ausdrücklichen Wunsch des Auftraggebers die Ergebnisse der Bonitätsprüfung dem Interessenten nicht durch die FINcredible angezeigt werden, so ist der Auftraggeber verpflichtet, die Ergebnisse der Bonitätsprüfung dem Interessenten selbst zugänglich zu machen und ihm Einsicht zu gewähren. Der Auftraggeber ist verpflichtet, die Kommentare eines Interessenten zu den Ergebnissen der Bonitätsprüfung entsprechend zu berücksichtigen, bzw dies nach Einforderung weiterer Nachweise vom Interessenten zu tun, und diesem eine Kontaktmöglichkeit zur Verfügung zu stellen.

4.10. Der Auftraggeber ist verpflichtet, über den Produkt- bzw Leistungsabschluss im FINcredible Portal jenen Zeitpunkt bekannt zu geben, ab dem ein im Portal eingestelltes Produkt bzw eine Leistung nicht mehr verfügbar ist oder nicht mehr angeboten wird.

4.11. Der Auftraggeber ist verpflichtet, sämtliche Aufzeichnungen der Bonitätsprüfung eines Interessenten (zB den über das FINcredible Portal heruntergeladene PDF Download über das Ergebnis der Bonitätsprüfung, etc) spätestens zum Löschungszeitpunkt (gemäß Punkt 4.7.) zu löschen, sofern mit dem Interessenten keine hiervon abweichende Regelung getroffen wurde oder ein berechtigtes Interesse (z.B. anhaltende Geschäftsbeziehung) an der weiteren Speicherung und Verarbeitung der Daten des Interessenten bestehen. FINcredible wird das Ergebnis der Bonitätsprüfung aus dem FINcredible Portal nach Ablauf der angegebenen Löschfrist automatisch entfernen und der PDF Download über das Ergebnis der Bonitätsprüfung steht ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zur Verfügung (siehe dazu Punkt 4.7. dieser AGB).

4.12. Der Auftraggeber ist nicht berechtigt, das Ergebnis der Bonitätsprüfung an Dritte weiterzugeben oder in sonst einer Form Dritten zum Gebrauch zu überlassen. Der Auftraggeber verpflichtet sich im Sinne der DSGVO zur Verschwiegenheit hinsichtlich der erteilten Auskünfte und übermittelten Daten, sowie zur besonderen Sorgfalt mit dem Umgang derselben. Die Erteilung von Auskünften und Übermittlung von Daten erfolgt vertraulich und zur ausschließlichen Information des Auftraggebers, welcher ausdrücklich auf die Verwendung der Informationen und Daten als Beweis- oder Bescheinigungsmittel, in welcher Form auch immer, verzichtet. Ausgenommen von dieser Untersagung der Weitergabe des Ergebnisses der Bonitätsprüfung ist die Information des Interessenten, des Verfügungsberechtigten oder des Eigentümers des entsprechenden Produktes bzw Anbieter der Leistung.

4.13. Die Entscheidung über die Vergabe eines Produktes bzw Erbringung einer Leistung an einen Interessenten liegt ausschließlich beim Auftraggeber.

4.14. Der Auftraggeber verpflichtet sich, keine störenden Eingriffe mit technischen oder elektronischen Hilfsmitteln auf das FINcredible Portal sowie der zugrunde liegenden Software, insbesondere Hackingversuche, Einschleusen von Viren/Würmern/Trojaner oder sonstige Störungsversuche zu unternehmen.

5. Rechte und Pflichten von FINcredible

5.1. FINcredible ist nach freiem Ermessen berechtigt, die Leistungen selbst auszuführen oder sich bei der Erbringung von vertragsgegenständlichen Leistungen sachkundiger Dritter als Erfüllungsgehilfen zu bedienen.

5.2. FINcredible ist bemüht, die Bonitätskriterien in Rücksprache mit dem Auftraggeber stetig weiterzuentwickeln.

5.3. FINcredible ist nicht verpflichtet, die vom jeweiligen Interessenten angegebenen Daten auf ihre Richtigkeit, Schlüssigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen, sowie ob neben dem vom Interessenten angeführten Bankkonto noch andere Bankkonten für die Bonitätsprüfung relevant sein können. Insbesondere ist FINcredible nicht verpflichtet, zu überprüfen, ob das vom Interessenten bekannt gegebene Bankkonto dem Interessenten zuzurechnen ist.

5.4. FINcredible wird dem Auftraggeber über das FINcredible Portal alle Interessenten auf Basis ihrer Erfüllung der Bonitätskriterien sowie den Durchführungsstatus der Prüfung übersichtlich und vergleichbar darstellen. Klarstellend wird jedoch festgehalten, dass es sich hierbei weder um eine Reihung der Interessenten oder eine Empfehlung nach Qualität und Eignung seitens FINcredible handelt (zB welcher Interessent die Bonitätskriterien am besten erfüllt).

5.5. FINcredible ist berechtigt, den Zugang zum FINcredible Portal unverzüglich (vorübergehend) zu deaktivieren bzw zu sperren, wenn der Auftraggeber die ihm zur Verfügung gestellten Informationen und Daten der Interessenten missbräuchlich oder zweckwidrig nutzt, unbefugt an Dritte weitergibt oder sonstige schwerwiegende Verstöße gegen diese AGB begeht. FINcredible wird den Auftraggeber unverzüglich über die erfolgte Maßnahme informieren.

5.6. Auch im Falle eines hinreichenden Verdachts des Vorliegens einer der in Punkt 4.4. angeführten Verstöße, ist FINcredible berechtigt, den Zugang zu FINcredible Check (vorübergehend) zu deaktivieren bzw zu sperren. Ein hinreichender Verdacht ist zB gegeben, wenn FINcredible eine Abmahnung oder sonstiges Aufforderungsschreiben eines vermeintlich verletzten Dritten erhalten hat und dies nicht offensichtlich unbegründet ist. Soweit möglich, ist der Auftraggeber zuvor anzuhören, ansonsten wird dieser unverzüglich von FINcredible über die erfolgte Maßnahme informiert.

6. Entgelt und Zahlungsbedingungen

6.1. Das Entgelt für den FINcredible Check ist abhängig vom Paket oder dem sonstigen Angebot, das der Auftraggeber für seine Zwecke aus dem aktuell gültigen Angebot von FINcredible ausgewählt hat. Die AGB und das zu leistende Entgelt kommen unter Zugrundelegung der in den aktuellen Preislisten, Prospekten und Geschäftsbriefen dargestellten Pakete, Leistungen und weiteren Angaben zustande. Gemäß diesen Angaben wird ein Entgelt pro Bonitätsprüfung fällig, das je nach Vereinbarung vom Auftraggeber oder den Interessenten zu entrichten ist. Sofern bei bestimmten Paketen oder sonstigen Angeboten angegeben, ist zusätzlich zu einem anfallenden Entgelt pro Bonitätsprüfung eine monatliche Basisgebühr zu entrichten. FINcredible behält sich das Recht vor, die verrechneten Entgelte und Gebühren regelmäßig zu erhöhen, und zur Verfügung gestellte Leistungen beliebig anzupassen. Eine Abänderung dieser Bedingungen wird bestehenden Kunden rechtzeitig vor ihrem Wirksamwerden zur Kenntnis gebracht.

6.2. FINcredible behält sich das Recht vor, bei vom Auftraggeber gewählten Paketen abweichende Entgelte, Gebühren und sonstige Konditionen an ausgewählte Neukunden oder Bestandskunden zu verrechnen oder vertraglich zuzusichern, ohne dass mögliche, daraus resultierende Vorteile an den Auftraggeber weitergegeben werden müssen (zB durch das Verschenken von Gratis-Bonitätsprüfungen im Zuge einer Werbekampagne, oder durch von den AGB abweichende, abgeschlossenen Verträge mit bestimmten Kunden).

6.3. Abrechnungsperiode ist der Kalendermonat.

6.4. Bei bestimmten Paketen oder sonstigen Angeboten ist das Entgelt unmittelbar zu entrichten, oder wird fünf Werktage nach Zustellung der Rechnung fällig. Die Rechnung gilt zwei Werktage nach Ausstellung dieser widerlegbar als zugestellt.

6.5. Bei Zahlungsverzug des Auftraggebers ist FINcredible berechtigt, ab der jeweiligen Fälligkeit Verzugszinsen in der Höhe von 9,2 % p.a. (für Verbraucher 4,00% p.a.) über dem zuletzt von der Europäischen Zentralbank verlautbarten Basiszinssatz zu verrechnen.

6.6. Weiters verpflichtet sich der Auftraggeber für den Fall des Zahlungsverzugs, FINcredible die entstehenden Mahn- und Inkassospesen, soweit sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendig sind und in einem angemessenen Verhältnis zur betriebenen Forderung stehen, zu ersetzen. Die Geltendmachung weitergehender Rechte und Forderungen bleibt davon unberührt.

6.7. Im Falle des Zahlungsverzuges des Auftraggebers ist FINcredible berechtigt, alle für den Auftraggeber bereits erbrachten Leistungen und Teilleistungen fällig zu stellen. Darüber hinaus ist FINcredible nicht mehr verpflichtet, weitere Leistungen bis zur Begleichung des aushaftenden Betrages zu erbringen.

6.8. Der Auftraggeber ist nicht berechtigt, gegenüber Ansprüchen von FINcredible mit Gegenforderungen aufzurechnen.

7. Vertragsdauer und Kündigung

7.1. Den durch den Auftraggeber gewählten Paketen aus dem Angebot von FINcredible und den daraus entstehenden Verträgen mit FINcredible, liegen ausnahmslos diese AGB zugrunde. Die AGB und die daraus abgeleiteten Verträge werden auf unbestimmte Dauer abgeschlossen.

7.2. Die AGB und die daraus abgeleiteten Verträge können von den Vertragsparteien jederzeit schriftlich gekündigt werden. Bei Abschluss eines Pakets mit monatlicher Basisgebühr (zB „Business“), ist eine Kündigung unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten jeweils zum Ende eines Kalendermonats möglich und sind die unabhängig von der Anzahl der durchgeführten Bonitätsprüfungen monatlich anfallenden Entgelte bis zum Ende der Vertragsdauer zu entrichten.

7.3. Die Vertragsparteien sind berechtigt, bei Vorliegen eines wichtigen Grundes von diesen AGB und daraus abgeleiteten Verträgen mit sofortiger Wirkung zurückzutreten. Die Kündigung bedarf der Schriftform. Ein solcher wichtiger Grund liegt insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, vor, wenn eine Partei gegen wesentliche Verpflichtungen aus den AGB oder den daraus abgeleiteten Verträgen verstößt.

8. Gewährleistung

8.1. FINcredible leistet ausschließlich dafür Gewähr, dass der FINcredible Check gemäß den Bestimmungen dieser AGB durchgeführt wird

8.2. FINcredible stellt FINcredible Check (und ähnliche Produkte) grundsätzlich 24 Stunden und 7 Tage pro Woche zur Nutzung zur Verfügung. Es kann jedoch unter anderem im Rahmen von Wartungsarbeiten, Weiterentwicklungen oder anderweitigen (technischen) Störungen zu vorübergehenden Unterbrechungen oder Beeinträchtigungen des FINcredible Check kommen. FINcredible übernimmt daher keine Gewähr, dass der FINcredible Check (und ähnliche Produkte) und die zugrunde liegende Software ständig, vollständig und fehlerfrei verfügbar ist. FINcredible haftet nicht für etwaige daraus resultierende dem Auftraggeber entstandene Schäden wie etwa durch verspätete Übertragung von Daten, sofern FINcredible kein grobes Verschulden (grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz) trifft.

8.3. Es obliegt dem Auftraggeber, allfällige Mängel der Leistungen unverzüglich nach Empfang der Leistung, spätestens jedenfalls innerhalb von fünf Werktagen, schriftlich unter Beschreibung des Mangels zu rügen, andernfalls gilt die Leistung als genehmigt und schließt die Geltendmachung von Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüchen sowie das Recht auf Irrtumsanfechtung aufgrund von Mängeln aus. Der Auftraggeber ist nicht berechtigt, Zahlungen wegen Bemängelungen zurückzuhalten. Die Vermutungsregelung des § 924 ABGB wird ausgeschlossen, sofern es sich bei dem Auftraggeber nicht um einen Verbraucher handelt.

8.4. Im Fall einer berechtigten und rechtzeitigen Mängelrüge, behält sich FINcredible das Recht vor, den Gewährleistungsanspruch nach Wahl primär durch Verbesserung oder Austausch zu erfüllen. FINcredible wird die Mängel in angemessener Frist beheben, wobei der Auftraggeber FINcredible alle zur Untersuchung und Mängelbehebung erforderlichen Maßnahmen ermöglicht. Kosten, die bei Inanspruchnahme Dritter trotz Bereitschaft von FINcredible zur Mängelbehebung entstehen, trägt der Auftraggeber.

9. Haftung

9.1. Soweit gesetzlich zulässig, haftet FINcredible nur für Schäden, die grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht wurden. Die Haftung von FINcredible für leichte Fahrlässigkeit ist – mit Ausnahme von Personenschäden – ausgeschlossen.

9.2. Für entgangenen Gewinn, Folgeschäden und Schäden aus Ansprüchen Dritter haftet FINcredible nicht. Die von FINcredible zur Auswahl gestellten Bonitätskriterien zur Vergabe bzw. zum Verkauf eines Produktes oder Erbringung einer Leistung (z.B. Höhe des Einkommens in Relation zur Höhe des Entgelts) basieren auf Feedback der Auftraggeber und auf ökonomischen Überlegungen. Sollte der Auftraggeber FINcredible andere Bonitätskriterien mitteilen, wird FINcredible diese nach eigenem Ermessen ergänzen (vergleiche Punkt 3.1. dieser AGB). Die Auswahl der Bonitätskritieren zur Vergabe bzw. zum Verkauf eines Produktes oder Erbringung einer Leistung erfolgt ausschließlich durch den Auftraggeber. FINcredible haftet nicht dafür, dass die vom Auftraggeber ausgewählten Bonitätskriterien die Bonität des Interessenten korrekt widerspiegeln und/oder dazu geeignet sind, die tatsächliche oder zukünftige Ausfallswahrscheinlichkeit eines Interessenten abzubilden.

9.3. Für die Durchführung der Bonitätsprüfung und des Profiling verwendet FINcredible geeignete mathematisch-statistische Verfahren. Außerdem werden technische und organisatorische Maßnahmen getroffen, um das Risiko von Fehlern bei der Durchführung der Bonitätsprüfung zu minimieren. Die Berechnungslogik der Bonitätsprüfung unterliegt dem Geschäftsgeheimnis von FINcredible, die Dokumentation und Beschreibung der Zusammenhänge kann jedoch gegenüber Aufsichtsbehörden im Rahmen der rechtlichen Erfordernisse nachgewiesen werden.

9.4. Klarstellend wird festgehalten, dass die Vergabe bzw. der Verkauf eines Produktes oder Erbringung einer Leistung dem Auftraggeber obliegt und FINcredible hierfür keine Haftung übernimmt. Insbesondere übernimmt FINcredible keine Haftung für die Uneinbringbarkeit einer Forderung gegenüber einem Interessenten.

9.5. Die vom Interessenten angegebenen Daten, und insbesondere die freigegebenen Daten eines Bankkontos des Interessenten werden von der FINcredible GmbH ausschließlich für die Zwecke der Verarbeitung gemäß den AGB, Datenschutzbestimmungen und Einwilligungserklärungen herangezogen. Die vom Interessenten angegebenen Daten werden nicht auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Schlüssigkeit geprüft und FINcredible übernimmt keinerlei Haftung, sofern FINcredible kein grobes Verschulden (grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz) trifft. Es wird ebenso nicht überprüft, ob neben dem vom Interessenten angeführten Bankkonto noch andere Bankkonten für die Verarbeitung relevant sein können, oder ob das vom Interessenten bekannt gegebene Bankkonto dem Interessenten zuzurechnen ist. Eine Haftung für die FINcredible GmbH ist daher ausgeschlossen.

9.6. FINcredible übernimmt keinerlei Gewähr oder Haftung für die Richtigkeit, die Vollständigkeit, die Schlüssigkeit und die Aktualität der abgefragten Kontoinformationen und der von der Klarna Bank AB (publ.) zur Verfügung gestellten Wirtschaftsinformationen, sowie für die Verfügbarkeit dieser Daten.

9.7. Der Auftraggeber verpflichtet sich, FINcredible gegen Ansprüche von Dritten, die durch den Auftraggeber verursacht wurden und im Zusammenhang mit diesem Vertrag stehen, schad- und klaglos zu halten.

9.8. Soweit gesetzlich zulässig stehen dem Auftraggeber weder Gewährleistungs- noch Schadenersatz- oder sonstige Ansprüche zu. Insbesondere werden allfällige Folgeschäden, die aus einer Verwendung der Daten entstehen können, nicht ersetzt. FINcredible trifft bei Schadenersatzansprüchen grundsätzlich nur eine Haftung bei eigenem Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit;. Schadenersatzansprüche des Auftraggebers verjähren sechs Monate ab Kenntnis von Schaden und Schädiger.

10. Rücktrittsrechte

10.1. Sofern der Kunde Verbraucher ist, sind auf Verträge, die im Wege des Fernabsatzes oder außerhalb der Geschäftsräume von FINcredible GmbH geschlossen wurden (Fern- oder Auswärtsgeschäfte, § 1 FAGG), die entsprechenden Bestimmungen des FAGG anzuwenden. Der Verbraucher kann von einem im Fernabsatz geschlossenen Vertrag binnen der gesetzlichen Frist von 14 Tagen ohne Nennung von Gründen zurücktreten.

10.2. Die Rücktrittsfrist beginnt bei Dienstleistungsverträgen mit dem Tag des Vertragsabschlusses, sofern die Leistung im Sinne des Punktes 10.1 dieser Bestimmungen noch nicht vollständig von der FINcredible GmbH erbracht wurde.

10.3. Die Erklärung des Rücktritts von einem Fern- oder Auswärtsgeschäft ist an keine bestimmte Form gebunden. Der Verbraucher kann dafür das Muster-Widerrufsformular gemäß Anhang I Teil B FAGG verwenden. Für eine eindeutige Zuordnung sollte die Rücktrittserklärung des Verbrauchers zudem die bei FINcredible GmbH bekannt gegebene E-Mail-Adresse enthalten.

10.4. Rücktrittserklärungen sind grundsätzlich zu richten an: FINcredible GmbH, zHv Christian Ochs (Geschäftsführung), Wipplingerstraße 32/22 1010 Wien, Österreich.

10.5. Tritt ein Verbraucher von einem Fern- oder Auswärtsgeschäft zurück, wird FINcredible alle vom Verbraucher geleisteten Zahlungen unverzüglich, jedoch spätestens 14 Tage ab Zugang der Rücktrittserklärung erstatten. FINcredible GmbH wird für die Rückzahlung dasselbe Zahlungsmittel verwenden, dessen sich der Verbraucher für die Abwicklung seiner Zahlung bedient hat; die Verwendung eines anderen Zahlungsmittels ist zulässig, wenn mit dem Verbraucher so vereinbart und diesem dadurch keine zusätzlichen Kosten anfallen.

11. Schlussbestimmungen

11.1. Diese AGB unterliegen ausschließlich österreichischem Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts sowie der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Für sämtliche Streitigkeiten zwischen FINcredible und dem Auftraggeber aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis vereinbaren die Parteien die ausschließliche Zuständigkeit des sachlich zuständigen Gerichts am Sitz von FINcredible.

11.2. Mündliche Nebenabreden zwischen den Parteien wurden nicht getroffen. Änderungen und Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung dieser Schriftformklausel selbst.

11.3. Sind einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam, so berührt dies nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen. In einem solchen Fall werden die Parteien einvernehmlich eine Regelung treffen, die dem mit der unwirksamen Bestimmung verfolgten wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. Dies gilt nicht gegenüber Verbrauchern iSd KSchG.